Knut Fischer – Wer bin ich eigentlich!
Es war ein frostiger 22. Februar 1962, als ich das Licht der Welt erblickte – ein Tag, der schon damals das Potenzial hatte, die Menschheit nachhaltig zu beeindrucken.
Eine provozierende Aussage: “Die Menschheit nachhaltig zu beeindrucken”?
Neben Drew Barrymore, Kyle MacLachlan, James Hong und James Blunt ist es eben George Washington, der ebenfalls am 22.Februar das Licht der Welt erblickte. Okay, letzterer bereits im Jahr 1732 - aber auf jeden Fall die Basis eines fulminanten Geburtstages!
Doch kehren wir von George Washington zu mir zurück!
In der chronologischen Betrachtung entwickelte sich mein Leben wie folgt:
Kindheit:
In meiner Kindheit lernte ich zuerst einmal meine älteste Schwester kennen! Zwei Jahre älter und mit, einer hohen Wahrscheinlichkeit, geringem Interesse an diesem “neuen” Familienmitglied. Das noch zwei Schwestern kommen würden, sollte Segen und Fluch zugleich sein.
Wesentlich war für mich jedoch auch: Meine Schwestern sollten mich natürlich auch kennen lernen! Wie soll ich es anders sagen: Natürlich meistens von der unbeschreiblich charmanten Art und Weise, die mir in die Wiege gelegt wurde!
Die Kindheit war sehr schön. Wir wuchsen unbekümmert auf und hatten, da unsere Eltern beide arbeiteten, sogar eine “Ersatzmutter”!
Uschi! Fast schon eine “zweite Mutter”, die immer für uns da war.
Durch die weibliche Mehrheit meiner drei Schwestern, meiner Mutter und durch die Optimierung unserer “Ersatzmutter”, wurde ich förmlich gezwungen, sämtliche (kindgerechten) Tätigkeiten im Haushalt zu unterlassen!
Ich war in diesem Bereich das „fünfte“ Rad am Wagen und wir wissen alle, dass ein PKW lediglich vier Räder benötigt.
Folgend beobachtete ich - förmlich gezwungen - die häuslichen Tätigkeiten der Damen stets, in mir selbst ruhend, aus dem Hintergrund!
Als ich Jahre später - meine Schwestern “emanzipierten” sich (leider) - zur Mitarbeit im Haushalt aufgefordert wurde, konnte ich stets auf den fehlenden Lerneffekt hinweisen, der mir ja in den jungen Jahren förmlich geraubt wurde!
Eine Tatsache, die sich übrigens bis heute nicht geändert hat!
Die Kindheit - mit drei Schwestern im Nacken - habe ich trotzdem mit Bravour überstanden. Es kann halt nur einen „Mann“ im Haus geben!
Schulzeit:
Die Grundschule nahm mich mit offenen Armen auf. Natürlich revanchierte ich mich mit schier grenzenloser Kreativität, purem Optimismus (letzterer war auch nötig) und meinem unbändigem Charme. Alle Komponenten faszinierten die Lehrerinnen und Lehrer gleichermaßen - es war jedoch auch eine (seltene) “pädagogische Herausforderung”!
Die vier Schuljahre “rauschten” eigentlich an mir vorbei. Das Interesse an der Erlernung der Grundlagen war “suboptimal” - allerdings darf ich zur eigenen Verteidigung feststellen, dass ich grundsätzlich in einem Fach dauerhaft “glänzte”! Sport!
Der folgende Wechsel auf das Märkische Gymnasium verlief – na ja – dynamisch. Zumindest war in den ersten beiden Wochen die Dynamik extrem ausgeprägt!
Der schnelle Verlust dieser Dynamik führte zu einem kurzen Abstecher zur Realschule, den ich augenzwinkernd als „Weiterbildungsurlaub“ bezeichne!
Voll motiviert kehrte ich jedoch auf das Gymnasium zurück, vollgepackt mit neuen Strategien, um - neben meinem Abschluß - auch das Bildungssystem auf Trab zu halten.
Englisch und Erdkunde als Leistungsfächer waren meine Wahl! Als viertes Abifach wählte ich Sport! Rückblickend ein (sehr) gute Entscheidung! Zumindest “puschte” diese Wahl des vierten Faches meinen Schnitt deutlich nach vorn!
Jugend:
Meine Jugend war geprägt von chaotischem Charme: Quatsch machen, Unsinn anstellen, die „etablierten Eltern“ zu ärgern und das Leben in vollen Zügen zu genießen – allesamt Talente, die ich bis heute kultiviert habe!
Ich kann immer noch nicht von den „jugendlichen Tugenden“ loslassen!
Humor ist dabei eigentlich immer (noch) mein ständiger Begleiter, denn: „Lachen hält jung"! Glaubt man dem Volksmund!
Wichtig sind für mich jedoch noch drei wesentliche Einblicke, denen ich eine gesonderte Betrachtung “schenke”! Diese ist notwendig, um Knut Fischer und dessen Aktionismus, Denkweise und Verhalten besser einstufen zu können!
Das Leben mit drei Schwestern
Jugend in Revolution
Meine Eltern
Und so ging es weiter:
Nach dem überaus erfolgreichen gymnasialen Schulabschluss führte mich der Weg zu den Fallschirmjägern!
Ich “landete” beim Falschirmjäger - Bataillon 273! Dort lernte ich recht schnell die Rechte des Soldaten - die Pflichten betrachtete ich als eher sekundär! Rückblickend eine Zeit, die ich nicht als “vergeudet” betrachte!
Eher eine Zeit, in der ich viel für mein Leben lernen durfte und konnte! Wichtige, nein wesentlich wichtige Dinge die für mich als Lektionen für das spätere Berufsleben betrachtet werden können.
Es folgte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Münster, in dem ich die wissenschaftliche Theorie mit einer großzügigen Prise Humor würzte (anders konnte ich Buchführung, Statistik u.ä. eigentlich gar nicht überstehen)!
Man könnte fast sagen: Ich studierte BWL und natürlich auch diverse Künste wie Kaffee in Perfektion aufzubrühen und meine damalige Freundin und heutige Frau stets mit absoluten “kulinarischen highlights” zu überraschen. Spagetti de la Münster und edelste Fleischvariationen nebst mediterranen Beilagen - sie schwärmt heute noch davon!
Und: Studium in acht Semestern gerockt!
Meine berufliche Karriere sollte mich eigentlich in die Pharmaindustrie führen! So zumindest der bereits geschmiedete Plan!
Doch wie das Leben so spielt, landete ich schließlich in der Autoteilebranche, wo ich als Geschäftsführer der Autoteile Fischer einstieg!
Totale Faszination beim Einstieg in das Berufsleben sieht da eigentlich anders aus: Ich wusste noch nicht einmal wie ein Luftfilter aussah und von anderen technischen Teilen hatte ich überhaupt keine Ahnung! Ich war begeisterter “Entenfahrer”! Entweder lief sie oder halt nicht!
Lernfähig kann ich nur sagen: „Was nicht passt, wird passend geschraubt.“
Privat liebe ich den Skisport – die einzige Gelegenheit, bei der er mich freiwillig Wagnissen unterworfen habe, die nachträglich absolut unverantwortlich waren! Meinen Söhnen habe ich das natürlich untersagt - geholfen hat es (natürlich) nicht!
Volleyball war ein weiterer Favorit, denn wo sonst kann man den Ball so wunderbar “gezielt" dem Gegner - fast schon “zelebrierend” zuspielen? Die Fackel aus dem Sauerland!
Das Alter lässt es leider nicht mehr zu! Eigentlich echt Schei….!
An dieser Stelle kann und sollte eigentlich der “Blick auf den Knut Fischer” enden.
Abschließend: Wie sehe ich mich?
Ein Mensch, der das Leben - vor allem mit Hilfe, Unterstützung und (manchmal) Kritik der holden Gattin - nicht nur lebt, sondern inszeniert – mit Ironie, Herz und einem Augenzwinkern.
Das bin ich! :)